Auto mit Motorschaden verkaufen – was ist es noch wert?
Ein Auto mit Motorschaden hat in Österreich meist kaum noch einen Händlerwert, im Export dagegen oft schon. Entscheidend sind Modell, Baujahr, Zustand von Karosserie und Getriebe sowie die Nachfrage im Zielmarkt. Reparieren lohnt sich selten: die Werkstattkosten übersteigen den Wertzuwachs fast immer. Ein Verkauf im Ist-Zustand an einen Exportkäufer bringt in der Regel mehr.
Warum ein Händler wenig oder gar nichts bietet
Ein österreichischer Händler kalkuliert damit, das Fahrzeug hier wieder zu verkaufen. Mit einem Motorschaden ist es für ihn unverkäuflich, solange er nicht repariert – und die Reparatur kostet ihn Werkstattzeit, Ersatzteile und Standtage. Deshalb bietet er entweder gar nicht oder nur den Materialwert. Das ist keine Unfreundlichkeit, sondern schlicht seine Rechnung.
Wie ein Exportkäufer rechnet
Im Export zählt die Substanz. Ein Motorschaden ist dort ein kalkulierbarer Posten, weil Instandsetzung und Ersatzteile in den Zielmärkten anders kalkuliert werden als in einer österreichischen Fachwerkstatt. Entscheidend sind stattdessen Karosserie, Rostfreiheit, Getriebe, Ausstattung und wie gefragt das Modell dort ist. Deshalb entsteht überhaupt ein Preis, wo der heimische Markt keinen mehr sieht.
Reparieren oder verkaufen?
Als Faustregel: bei einem kapitalen Motorschaden an einem Fahrzeug jenseits der zehn Jahre lohnt die Reparatur fast nie. Die Kosten für einen Austauschmotor samt Einbau liegen häufig über dem, was das reparierte Auto danach am Markt bringt – und Sie tragen das Risiko, dass weitere Bauteile mitgelitten haben. Holen Sie einen Kostenvoranschlag ein und vergleichen Sie ihn mit einem Angebot für den Ist-Zustand.
Was Sie für den Verkauf brauchen
Typenschein und Zulassungsschein, einen amtlichen Lichtbildausweis und, wenn vorhanden, das Serviceheft. Ein Gutachten brauchen Sie nicht. Wenn das Fahrzeug nicht mehr fährt, ist das kein Hindernis – die Abholung erfolgt dann mit dem Transporter. Die Abmeldung können wir auf Wunsch übernehmen.