Auto mit hoher Laufleistung verkaufen – lohnt sich das ab 200.000 km?
Ja, der Verkauf lohnt sich auch bei hoher Laufleistung, wenn Wartungszustand und Substanz stimmen. Für einen österreichischen Händler zählt die Kilometerzahl auf dem Tacho stark, weil sie den Wiederverkaufswert hier drückt. Im Export sind Zuverlässigkeit des Modells, lückenlose Servicehistorie und der Zustand von Motor und Getriebe wichtiger als die reine Zahl. Ein gepflegtes Auto mit hoher Laufleistung ist oft mehr wert als gedacht.
Warum die Kilometerzahl allein wenig aussagt
Ein Fahrzeug mit hoher Autobahnlaufleistung und lückenlosem Servicebuch ist mechanisch oft in besserem Zustand als ein junges Auto mit wenigen, aber schlecht gefahrenen Kilometern. Für die Bewertung zählt deshalb mehr, wie das Auto gefahren und gewartet wurde, als der reine Tachostand.
Warum österreichische Händler trotzdem zurückhaltend sind
Für den heimischen Wiederverkauf ist die Laufleistung ein wichtiges Suchkriterium, viele Käufer schließen hohe Kilometerstände von vornherein aus. Ein Händler kalkuliert damit, dass sich das Auto in Österreich schwerer vermitteln lässt, und bietet entsprechend vorsichtig.
Wie sich das im Export anders darstellt
In vielen Zielmärkten des Exports sind hohe Laufleistungen bei robusten, gut gewarteten Modellen deutlich üblicher und weniger ein Ausschlusskriterium. Entscheidend ist dort, ob Motor und Getriebe technisch intakt sind und ob Ersatzteile für das Modell verfügbar sind. Deshalb kann ein Auto mit 250.000 oder mehr Kilometern dort noch gefragt sein.
Was Sie zur Bewertung beitragen können
Legen Sie, wenn vorhanden, das Serviceheft oder Rechnungen von der Werkstatt vor. Das zeigt, ob regelmäßig Zahnriemen, Ölwechsel und Verschleißteile erneuert wurden, und hilft, den tatsächlichen Zustand statt nur die Kilometerzahl zu beurteilen.